CD

23
Feb

Das neue BAP-Album ist die nächste Niedecken-Solo-Scheibe

Dieses Album machte mir gute Laune. Meine Befürchtungen waren enorm, was das seit einigen Monaten angekündigte Album Lebenslänglich von Niedeckens BAP betraf. Auf der BAP-Facebook-Seite wurden im Vorfeld kleine Schnipsel der einzelnen Titel veröffentlicht. Ich fand sie großteils schrecklich. Nach dem Hören des ganzen Albums dann aber die Erkenntnis: Alles nicht so schlimm. Oder, um es mit dem Titel des auch schon fünf Jahre zurück liegenden, vorigen regulären Studioalbums zu sagen: "Halv su wild". Vorab schon mal das Fazit: Es ist kein BAP-, sondern ein Niedecken-Solo-Album, gut durchhörbar, musikalisch vielfältig, aber auch etwas langweilig.

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1
Dez

Elf mal echter Major auf "57"

Vermutlich ist es eher unüblich, eine CD zu empfehlen, die auf einem enttäuschenden Konzert gekauft wurde. Genau dies soll hier versucht werden. Denn der Tonträger "57" der Klaus Major Heuser Band ist eine Sammlung wunderschöner Mainstream-Rock-Musik - nicht überbordend originell, dafür aber geerdet, hochprofessionell und mitreißend.

Major Heuser? Genau: Das ist der unschlagbare Gitarrist, der einst einer von mir nach wie vor überaus geschätzten Kölner Mundart-Band ihr musikalisches Gesicht verpasste. Schon seit mehr als 15 Jahren ist er dort ausgestiegen und backt seitdem erfolgsmäßig kleinere Brötchen. Ganz klein wurde es dann am vergangenen Samstag im Hot Jazz Club in Münster. Das Konzert in dem Jazzkeller war ein einziges Ärgernis - was nicht am Major lag, sondern an der für diesen Anlass komplett ungeeigneten Örtlichkeit. Es war sehr voll, was ja nicht schlecht sein muss, dafür war aber die Musik zu leise. Das Publikum - die Fraktion der grauen Mitfünfziger mit über die Schulter geworfenen Strickpullis war in der Mehrheit - schien sich neben der Musik mehrheitlich für Privatgespräche zu interessieren. Die Theke war während der Darbietung geöffnet, das Team verursachte reichlich Krach, bevorzugt, wenn die Musiker gerade eine leise, intensive Stelle ansteuerten. Mir reichte es zur Pause. Ich kaufte die CD und ging nach Hause. Musik erleben in diesem Ambiente machte mir überhaupt keinen Spaß. Ich ahnte, dass die Band Bestes ablieferte. Die Atmosphäre im Club machte dieses Gefühl aber zunichte.

Umso mehr Freude macht die CD mit ihren elf Titeln. "57" ist die zweite Veröffentlichung der Heuser-Band mit Sänger Thomas Heinen, Schlagzeuger Marcus Rieck, Bassist Sascha Delbrouck und Keyboarder Matthias Krauss. Es ist eine gut durchhörbare Sammlung gängiger Rocksongs verschiedener Genres. Keines der Stücke überrascht wirklich. Doch wer will das schon? Major Heuser ist ein toller Gitarrist; seine Fans erwarten gewisse "Key Features" und erhalten sie auf "57" reichlich - natürlich inbegriffen der hymnischen Gitarren-Soli, die so nur der Major kann. Das wurde bei der bereits genannten Kölner Gruppe sehr deutlich, als der mittlerweile ebenfalls zum "Ex-Gitarrist" beförderte, wahrlich nicht schlechte Nachfolger lange Noten während der Soli mit mindestens einem weiteren Anschlag auffüllte, die der Major locker stimmungsvoll in die Länge gezogen hätte. 

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25
Apr

Kleiner Mann – Großer Blues: „White Man Molle“ präsentiert erste Live-CD

Es ist eines der langlebigsten Klischees der Pop- und Rockmusik: Nur Afroamerikaner können angeblich "richtig" den Blues singen. Wenn es einem weißen Sänger dann doch gelingt, gilt dies als bemerkenswert. Also ist "White Man Molle" – ehemaliger Vlothoer und durch zahlreiche Auftritte in Vlotho, Bad Oeynhausen und Porta bekannt – ein bemerkenswerter Künstler!

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1
Dez

BAP: Övverall

Es ist tatsächlich schon wieder zehn Jahre her gewesen, dass die Kölschrocker ein Live-Album veröffentlicht haben. Inzwischen ist die Band komplett neu formiert, es wurde also Zeit für eine Werkprobe in Form einer Live-Platte. Und weil BAP sowieso gerade im Öffentlichkeitsrausch sind (Aff-un-zo-Tour Teil zwei, BAP-Film, diverse Live-Aufnahmen im Radio, Auftritte in fast allen Fernsehshows), gab es halt Mitte März die Konzert-Tonträger -- als Doppel-CD, DVD und Vierfach-Vinyl.

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1
Feb

BAP: Aff un zo

BAP scheinen Freunde von Vinyl-Scheiben zu sein. Wie anders lässt es sich erklären, dass die Musikerinnen und Musiker der so genannten Kölner Band die zwei besten Stücke des Album »Aff un zo« nicht auf die CD haben brennen lassen, sondern sie als Bonus-Tracks auf dem gleichzeitig erschienenen Vinyl-Doppelalbum veröffentlichten.

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