Als Nicht-Premium-Mitglied mit Cachebox GPX-Dateien von geocaching.com einlesen

Geocaching ist eine schöne Beschäftigung. Warum einfach nur spazierengehen und nichts weiteres dabei tun - gerade als Hundehalter?Ich probiere derzeit einiges in dieser Richtung aus. Überzeugt hat mich die Software Cachebox wegen ihres sehr komfortablen Imports von GPX-Daten. Das ist aber auch der Haken. Denn auf geocaching.com werden die GPX-Daten nur zahlenden Premium-Mitgliedern zur Verfügung gestellt. Es gibt aber eine schöne Alternative.

Die naheliegendste Alternative ist natürlich eine andere Seite, die Geocaches listet. Gerade für den deutschsprachigen Bereich bietet sich hier opencaching.de an. Hier gibt es GPX-Daten von Caches kostenfrei zum Herunterladen. Allerding: Die Zahl der dort erfassten Caches ist deutlich geringer als auf geocaching.com. Dagegen sind wahrscheinlich nahezu alle auf Opencaching genannten Caches auch auf geocaching.com anzutreffen.

Schöner ist eine Lösung, die die Daten von geocaching.com nutzt und daraus dann GPX-Dateien erstellt. Das geht sehr gut auf der Basis des Geo-*-Softwarepaketes für Linux von Rick Richardson. Die hier vorzustellende Vorgehensweise basiert auf einem PC mit Debian Lenny und einem Mobilgerät XDA comet von O2, den ich per Bluetooth mit einem GPS-Empfänger verbunden habe. Das Gerät, hinter dem sich ein HTC-Fabrikat versteckt, läuft mit Windows Mobile 6.Wie bereits erwähnt, nutze ich die Software Cachebox fürs Geocaching.

Voraussetzungen dafür, dass die Installation aus make und make install  klappt, ist das Vorhandensein folgender Pakete in der Linux-Installation:

  • sharutils
  • curl
  • gpsbabel
  • gawk
  • tofrodos
  • units

Die Installation wird auf der Homepage der Software gut beschrieben. Ein Account auf geocaching.com sollte bereits eingerichtet sein, denn die Zugangsdaten dafür werden unter anderem in der Datei .georc im Homeverzeichnis des Nutzers eingegeben.

Erzeugen der GPX-Daten

Ist alles installiert, kann es losgehen. Vorausgesetzt, auch die heimischen Standortdaten sind in der Datei .georc richtig angegeben, ist es ganz einfach, beispielsweise die 100 am nächsten gelegenen Caches zum eigenen Standort in ein eigenes Verzeichnis als HTML-Dateien zu laden. Das besorgt der folgende Befehl:

	geo-nearest -n100 -H geonearest

Dabei gibt die Zahl hinter der Option n an, dass maximal 100 Cache-Informationen geladen werden sollen. Die Option H bestimmt, dass auf geocaching.com die Druck-HTML-Seiten aufgerufen und heruntergeladen werden, diein das angegebene Verzeichnis zu speichern sind, in dieem Fall das Verzeichnis geonearest.

Im nächsten Schritt werden die erzeugten HTML-Seiten in eine einzige GPX-Datei umgewandelt. Dazu wird in dem gerade erzeugten Verzeichnis auf der Konsole eingegeben:

	geo-html2gpx -b *.html > caches.gpx

Es scheint aber wichtig zu sein, die Geo-*-Software regelmäßig zu aktualisieren. Nach etwa zwei Wochen Pause in der Benutzung funktionierte sie nicht mehr richtig. Das gab sich erst mit einem Update. Auf die Website des Programmierers gehen und die aktuelle Version herunterladen und wie oben beschrieben installieren. Dann sollte alles wieder gehen.

Import auf den PDA

Auf der PC-Seite war es das bereits. Nun geht es darum, den PDA anzuschließen und die GPX-Datei in das passende Verzeichnis der Cachebox-Installationzu kopieren. Sinnvoll hat vorher gehandelt, wer Cachebox auf die Speicherkarte des PDAs installiert hat. Dann geht die Übertragung der Dateien einfacher. Dazu muss der PDA in den PC-USB-Verbindungsmodus für Massenspeichergeräte versetzt werden. Dann ist er als normales Laufwerk anzusprechen.

Ist das PDA-Laufwerk geöffnet, wird nun aus dem gerade erzeugten Verzeichnis die GPX-Datei in das Verzeichnis Pocket Query der Cachebox-Installation kopiert. Dann wird Cachebox gestartet. Mit einem längeren Fingerdruck auf Misc erscheint ein Auswahlmenü, aus dem Import gewählt wird.Dann klickt ein Auswahlfenster auf, in dem GPX markiert wird. Ein Klick auf OK startet den Import der GPX-Daten in die Cachebox-Datenbank.

Das alles braucht seine Zeit. Sowohl das Herunterladen und Verarbeiten der verschiedenen Daten wie auch der Import in die Software auf dem PDA sind nicht in fünf Minuten erledigt. Dafür sind dann auch Daten, die eigentlich nur für Premium-Mitglieder von geocaching.com bequem zu haben sind, auf dem eigenen PDA.

Weiterführende Links

Geocaching ist eine schöne Beschäftigung. Warum einfach nur spazierengehen und nichts weiteres dabei tun - gerade als Hundehalter?Ich probiere derzeit einiges in dieser Richtung aus. Überzeugt hat mich die Software Cachebox wegen ihres sehr komfortablen Imports von GPX-Daten. Das ist aber auch der Haken. Denn auf geocaching.com werden die GPX-Daten nur zahlenden Premium-Mitgliedern zur Verfügung gestellt. Es gibt aber eine schöne Alternative.
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1 Kommentar

17
Okt

GEO-* für nicht zahlende Geocaching.com-Mitglieder

Leider funktioniert das nicht mehr. Geo-* funktioniert nur noch, wenn man bei Geocaching.com bezahlt........